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Presse-Informationen zu den Drüggelter Kunst-Stückchen
13.05.2013
Möhnesee-Dichtung, kostbare Gitarren und eine Gewitter-Sonate
Erbauliche Aufführungen zu Pfingsten: musikalische Raritäten in Drüggelter Kapelle


Besinnliche Momente zum Pfingstfest schaffen die 24. Drüggelter Kunst-Stückchen in drei außergewöhnlichen Kapellen-Konzerten. Zur festlichen Stimmung trägt das sakrale Ambiente des kleinen Gotteshauses unweit des Möhnesee-Nordufers bei, um dessen Entstehung sich Legenden ranken.

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Wie ein roter Faden zieht sich im 100. Jubiläumsjahr des Möhnesees das Leitmotiv „Wasser-Spiele“ durch Westfalens kleinstes, aber feines Festival. So auch am Pfingstsamstag, 18. Mai. Unter dem Motto „Das ist des Wassers Weise“ trifft beim Nachtkonzert Musik auf Literatur. Dorothee Lindner rezitiert Werke des lettischen Dichters Janis Jaunsudrabins, begleitet von Bernd Udo Winker an der Violine. Dass sich die Veranstalter ausgerechnet für Texte des in Deutschland weitgehend unbekannten Literaten entschieden haben, hat seinen Grund. Denn seine letzten Lebensjahre verbrachte der Poet im „Mondscheinhaus“ am Südufer des Möhnesees. Und immer wieder war das „Westfälische Meer“ Sujet seiner Dichtungen.

Neben Jaunsudrabins‘ Werken liest Schauspielerin und Hellweg-Radio-Mitarbeiterin Dorothee Lindner poetische Texte von James Krüss, Laotse, Karl Egon Ebert, Maria Sperling und Bertold Brecht. Violinist Bernd-Udo Winker, Pädagoge an der Musikschule Soest und ehemaliger Folkwang-Student, untermalt die Lesung mit Musik von Johann Sebastian Bach. Bei den Kunst-Stückchen ist der Musiker kein Unbekannter, leitete er doch von 2003 bis 2009 mit großem Erfolg das Drüggelter Festivalorchester.

Zur Sonntags-Matinee am 19. Mai reist das Publikum gemeinsam mit dem Duo Accords galants durch die europäische Musikgeschichte. Andreas Koch und Katja Fernholz-Bernecker präsentieren auf neun verschiedenen Gitarren „Fantasies baroques“ von der Renaissance bis zur Klassik. Ihre Leidenschaft für die Musik vergangener Jahrhunderte leben die beiden Virtuosen in Perfektion aus. Um sich genaue Kenntnisse damaliger Spielpraktiken anzueignen, haben sie sich mit alten Handschriften auseinandergesetzt und Originalliteratur erforscht. Ihre Instrumente sind Raritäten und zum Teil eigens für das Duo angefertigt: eine Vihuela, eine Renaissancegitarre, zwei Barockgitarren, Terzgitarren mit sechs, acht und zehn Saiten sowie zwei elfsaitige Altgitarren des schwedischen Gitarrenbauers Georg Bolin. Auf diesen Kostbarkeiten präsentieren die Musiker Werke von Milán bis Sanz und von Bach bis Ortiz.

„Heiter bis stürmisch“ gestaltet sich das Kapellen-Konzert mit dem Quartetto alla Triossi am Sonntagnachmittag. Die hochkarätigen Ensemblemusiker spielen in ungewöhnlicher Kammermusikformation außerhalb der traditionellen Besetzung – statt einer Viola kommt ein Kontrabass zum Einsatz. Den Rahmen des Konzertes bilden Sonaten von Rossini. „La Tempestra“ – zu Deutsch der Sturm – nimmt bereits eine Gewitterszene aus dem zwölf Jahre später entstandenen „Barbier von Sevilla“ vorweg. Die vier Musiker sind alle Mitglieder in namhaften deutschen Orchestern.

Die zwölfeckige Drüggelter Kapelle gilt als architektonisches Juwel. Vermutlich haben Kreuzritter das Gebäude im 12. Jahrhundert nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem errichtet. Zuvor soll der Ort als heidnische Kultstätte gedient haben. Musiker schätzen die hervorragende Akustik: Auf Grund besonders hoher Resonanzverstärkung erklingen die Weisen inmitten von Säulen und Kapitellen in harmonischer Fülle.

Info: www.drueggelter-kunst-stueckchen.de.


Hintergrund
Die Drüggelter Kunst-Stückchen sind das wohl kleinste Festival Westfalens und ein Leckerbissen für Musik- und Kunstliebhaber. Musiker stimmen ihre Instrumente hinter der Scheune, hängen ihren Frack am Holzbalken auf. Gäste haben unmittelbaren Kontakt zu den Künstlern. Das ist die besondere Atmosphäre der Drüggelter Kunst-Stückchen. Ein Genuss für Augen, Ohren und Seele. Drei Aktionsorte prägen das Bild des kleinen, aber feinen Festivals.

In der Konzertscheune taucht ein prachtvoller Kronleuchter Kunstobjekte und Bühne in glanzvolles Licht. Dort finden die größeren Konzerte statt. Die rustikale Scheune bietet einem ganzen Orchester und 350 Besuchern Platz. Wenn der Dirigent den Stab zum Festkonzert erhebt, angestrahlt im festlichen Licht des Kronleuchters, sind die Gäste schnell gefangen von der einzigartigen Atmosphäre.

Neben den ausgestellten Skulpturen erleben die Besucher auf der Wiese unter hundertjährigen Kastanienbäumen zum Beispiel den Jazz-Frühschoppen. Am Sonntagnachmittag ist die Wiese Anziehungspunkt für die kleinen Gäste. Bei den Kinder-Kunst-Stückchen lernen die Kleinen klassische Musik schätzen und lieben. Im historischen Backhaus können sich die Festivalbesucher stärken und erfrischen. Nach ausgiebigem Kulturgenuss, ist dies der Ort für Gaumenfreuden. In ungezwungener Atmosphäre entstehen schnell Gespräche.

Mittelpunkt des Geschehens ist die geheimnisvolle Drüggelter Kapelle. Ihre einzigartige Akustik überrascht selbst verwöhnte Ohren immer wieder aufs Neue. Dort sitzen die Besucher eng zusammen, lauschen und sehen, wie Musik entsteht. Kammerkonzerte, Solodarbietungen und Weltmusik setzen besondere Akzente an diesem sagenumwobenen Ort.
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Veranstalter:
Wirtschafts- und Tourismus GmbH Möhnesee
Küerbiker Straße 1
59519 Möhnesee
Fon 02924- 497
Fax 02924- 1771 · Email »
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